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Hanf
Hanf ist eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt:
als fast überall wachsende und ertragreiche Faser- und Ölpflanze - die Droge Hanf war sicher auch ein Grund.
Im 20. Jahrhundert wurde sein Anbau in vielen Ländern verboten. Erst seit einigen Jahren wird die vielseitige Nutzpflanze wieder entdeckt.
- für Kleidung und Textilien
- Papier
- Baustoffe.
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Aufbereitete Hanffasern nach dem Schwingen und Hecheln |
Nicht nur grobe Seile Hanf kann zu feinen Garnen gesponnen werden, ideal für hochwertige Kleidung.
Stoffe aus Hanf sind sehr hautfreundlich. Vor allem im Sommer tragen sie sich sehr angenehm, kühl durch die Luft in den Fasern und der Schweiß wird gut aufgenommen. Bakterien fühlen sich nicht besonders wohl auf Hanf. Das ist günstig für die Hygiene und der typische Schweißgeruch entsteht auch nicht so schnell. Der unangenehme Geruch von Schweiß wird nämlich von Bakterien verursacht.
Die Hanffasern sind sehr reißfest und halten Nässe gut aus. Daher wird Hanf für Seile, Säcke und früher auch für Segel verwendet.
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Hanf als Baustoff Von Hanf kann die ganze Pflanze verwendet werden. Fasern, die zu kurz für Textilien sind, und die Schäben wandern zur Produktion von Baustoffen. Schäben sind ein Reststoff bei der Reinigung der Fasern.
Dämmstoff aus Hanf ist schon auf dem Markt. Die Hersteller, die Hock GmbH, haben dafür sogar den "Bundespreis 2001" vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gewonnen.
Eine Firma im brandenburgischen Zehdenick stellt Hanfvliese her, die u.a. als Trittschalldämmung verwendet werden. Natürlich eignet sich Hanf auch für Teppichböden.
Auch andere Baustoffe können aus Hanf hergestellt werden. So gibt es z.B. Schüttungen mit Hanf,
Zuschlagstoffe für Lehm oder Beton,
Vorteil bei Beton: wird leichter als mit Kunststoffasern. |

Dämmstoff aus Hanf |
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Anbau von Hanf
Seit 1996 ist der Anbau in Deutschland wieder erlaubt - von THC-armen Sorten.
Hanf wächst sehr schnell, hoch (bis 3,50 m) und dicht, Unkraut hat da keine Chancen. Auch von Schädlingen und Pilzen wird er wenig befallen, so daß auch im konventionellen Anbau wenig Pestizide notwendig sind. Dafür braucht er recht viel Wasser und auch Dünger.
Der Ertrag liegt bei etwa 1,5 bis 2,5 Tonnen Fasern pro Hektar, viel höher als bei Baumwolle ( ca. 0,8 bis 1 Tonne pro Hektar).
Leider ist durch das Anbauverbot viel Wissen über Anbau, Ernte und Verarbeitung verloren gegangen.
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zuletzt aktualisiert: 5.12. 2001
© Ulrike Großmann 2001
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